Pfingsten 2012

Pfingstkonzert 2012 in Drevenack

Volles Haus und bestes Wetter beim 34. Pfingstkonzert in Drevenack

Zum 34. mal hatte der Posaunenchor der Ev. Kirchengemeinde Drevenack das traditionelle open air Pfingstkonzert unter der Organisations-Leitung von Ulrich Kammerknecht (Posaune, Bass) organisiert.

In diesem Jahr boten unter anderem das Ev. Familienzentrum Drevenack „Die Waldstrolche“, das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Hünxe, das Tambourkorps Drevenack, der Frauenchor Drevenack, der Männergesangverein Harmonie Drevenack, das Vororchester des Jugendblasorchesters Drevenack, das Blasorchester Drevenack, der Evangelische Kirchenchor Drevenack sowie der Evangelische Posaunenchor Drevenack ein interessantes und abwechslungsreiches Programm mit vielen musikalischen Leckerbissen.

Schon am Pfingstsamstag hatten die männlichen Mitglieder des Posaunenchores ab 9:00 Uhr unterstützt vom Landschaftsbauteam Walter Thiemann (Horn, Tenor) vorbereitend die Bühne aufgebaut – eine seit langen Jahren bewährte Eigenkonstruktion von Kurt Steinkopf (Trompete, 1. Stimme). Dieses Jahr bekam das Aufbauteam des Posaunenchors zusätzliche Unterstützung von drei Mitgliedern aus dem 2nd. Home – der Jugendgruppe unser Ev. Kirchengemeinde. Neu war in diesem Jahr auch der Bühnenhintergrund, der aus auf drei Planfolien gedruckte Landschafts-Fotomotiven aus der unmittelbaren Umgebung von Hünxe-Drevenack, Wesel-Datteln-Kanal und Lippe besteht. (Fotos Waltraud Sommer (Chorleitung) und Gustav Sommer (Posaune), powered by sommer-sound.de).

Schöne Events werfen ihre Schatten voraus: Auch das Team von Ulrich Vennmann (Gaststätte Alt–Peddenberg) baute schon am Pfingstsamstag zwei Restaurationszelte und den großen Grill auf.

Zur gleichen Zeit und am Pfingstsonntag backen unsere Bläserinnen sowie die Frauen und Töchter unserer Bläser die leckeren Kuchenspenden für das seit der Einführung vor vier Jahren sehr gut angenommene Kaffee- und Kuchenbuffet. Auch an dieser Stelle danken wir unseren fleißigen Helfern und Unterstützerinnen aus den Familien besonders herzlich für ihren unermüdlichen, selbstlosen und gemeinschaftsfördernden Einsatz!

Die Getränkeversorgung hat auch an  diesem Pfingstmontag zum 4ten male die Jugendgruppe aus dem 2nd Home unserer Ev. Kirchengemeinde übernommen. – Auch dafür – Herzlichen Dank!

Unser Dank gilt selbstverständlich auch dem Heimatverein und der Gemeinde Hünxe für Ihre Unterstützung.

Darüber hinaus danken wir natürlich last but not leaset an erster Stelle allen Aktiven auf der Bühne, den Musikerinnen und Musikern sowie  allen Sängerinnen und Sängern – ohne die so eine traditionelle Veranstaltung nicht zum 34. male stattfinden könnte. – DANKE!!!

Waltraud Sommer führte durch das Programm, das das Tambourkorps Drevenack pünktlich um 11:00Uhr unter der Leitung von Wilfried Bramberg mit dem Laridah-Marsch von Max Hempel eröffnet und mit dem Coburger Marsch fortsetzt. Der Laridah-Marsch geht zurück auf eine alte englische Melodie und entstand 1918. Der Komponist Michael Haydn widmete vor 220 Jahren diesen Präsentiermarsch dem Prinzen von Sachsen-Coburg-Saalfeld.

Die deutschen Jagdhornsignale sind ein fester Bestandteil der deutschen Jagdkultur und der Pflege des jagdlichen Brauchtums. Sie dienen auch der aktiven Verständigung auf der Jagd erläuterten Waltraud Sommer und Jörg Lohmeier. Die Jagdhornbläser haben letztens erfolgreich an einem überregionalen Wettbewerb teilgenommen und boten einen Ausschnitt aus dem Wettbewerbsprogramm mit verschieden Jagdsignalen von Paul Parey.

Schon mit dem ersten zart vorgetragenen Lied der Waldstrolche „Wir sind die Kleinen in der Gemeinde“ sprang sofort der Funke auf Mama und Papa, auf Oma und Opa, ja auf das ganze Publikum über. Hannelore Kasper und Ihr Team präsentierten weitere Lieder mit den Kleinsten, wie „Wir wollen uns begrüßen“ und „Heut ist ein Tag“ und unterstrich mit dem Chinesischen Lied „Tjau, schau, pei, pei“ den integrativen Anspruch des Ev. Familienzentrums. Die zahlreichen, staunenden und oft gerührten Zuhörer belohnten die Kinder mit reichlich Applaus.

Waltraud Sommer zitierte Isaac Stern einen der bedeutendsten Violinisten des 20. Jahrhunderts: „Musik zivilisiert, Musik macht wachsam, Musik weckt die Fantasie. Musik tröstet dich, wenn du traurig bist, sie bringt dich zum Lachen, wenn du dir sorgen machst und Musik macht deine Kopf klar, wenn es drunter und drüber geht. Wer Musik macht, lernt nicht zu hassen. Wer Musik macht, lernt zu hören, zuzuhören und zu denken.“

Das erste Set begann der gastgebende Posaunenchor Drevenack gemeinsam mit dem Publikum und machte aus den Zuhörern kräftige Mitsinger. So erklingt auf dem ganzen Festplatz neben der Dorfkirche der bekannte Choral, der quasi die Hitliste des Gesangbuchs nach wie vor anführt „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit …“ Der Text von Paul Gerhardt ist auf der Rückseite des Programms abgedruckt, so dass drei Strophen lang das 500 bis 600 Personen zählende Publikum voll dabei ist. – Verkündigung pur! Der vorgetragene Satz stammt von Johannes Kuhlo, dem Begründer der Posaunenchorbewegung. Er selbst bezeichnete sich als Mitarbeiter am Psalm 150 „Lobet den Herren mit Posaunen“. Es folgten zwei leidenschaftliche Interpretationen bekannter Lieder: „O Täler weit, o Höhen“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und „Muß i denn“ in einem effektvollen Satz für Posaunenchöre von Adolf Müller (Sächsische Posaunenmission).

Als nächstes singt der Männergesangverein Drevenack unter der Leitung von Christoph Soyka: „O du schöner Rosengarten“ (Kurt Lißmann). Es folgen „Es ist Nacht“ vom Dirigenten des MGV Christoph Soyka und als drittes Stück das beschwingt vorgetragene „Hopfen und Malz“ von Fritz Greiß.

Andreas Kamps präsentierte das Vororchester des JBO und moderierte charmant die Filmmusiken und Bigband Sätze zu  „Spider Man“, „One Moment in Time“, „Pirates of the caribbean“ und zu guter letzt den Partykracher „YMCA“. Andreas Kamps leitet das aus über 60 jungen Bläserinnen, Bläsern und Schlagwerkern bestehende Vororchester des JBO seit seiner Gründung 1993 – also seit 19 Jahren.

Die Jagdhornbläser des Hegerings Hünxe treten ein zweites mal auf und blasen 5 Märsche, Fanfaren und Signale von Stief, Eichner, Prager und Parey unter dem Dirigat von Jörg Lohmeyer.

Im zweiten Set des Posaunenchores spielt der Posaunenchor voller Überzeugung „Vergiß nicht zu danken“ in einem gekonnt arrangiertem Vorspiel gefolgt von zwei Choralsätzen von Richard Roblee. Es folgt ein schmissiger Marsch von Fritz Eckardt nach dem Volkslied „Nun ade du mein lieb Heimatland“. Als fetzigem Abschluss liefert der Posaunenchor „Dixietime“ von Rainer Kasan ab.

Hans-Dieter Rohde (Vater) führt mit dem Frauenchor Drevenack drei schöne Volkslieder auf: „Der wandernde Musikant“ (Zentner/Eichendorf), „Und wieder blüht die Linde“ (Ochs) sowie Schwarzbraun ist die Haselnuss (Rische), die vom Publikum mit Bravo-Rufen quittiert wurden.

Nach der Mitwirkung im Festgottesdienst jenseits der Lippe – zum 450jährigen Jubiläum in der Nachbarkirchengemeinde Hünxe – kam der Kirchenchor Drevenack gut eingesungen und sehr gut aufgelegt rechtzeitig zum Auftritt auf die heimischen Bretter der Pfingstkonzertbühne zurück. Marco Rohde (Sohn) führte den Kirchenchor sicher und gekonnt zu einem brillanten Auftritt. Klangen die überzeugend vorgetragenen 4stimmigen a capella Choralsätze von „Auf Seele, Gott zu Loben“ (Steuerlein) und „Meine Zeit steht in Gottes Händen“ im Arrangement von Gorden Schultz schon sehr gut, steigerte sich der Kirchenchor mit „Heaven is a wonderful place“ zu ungeahntem sauberem, dynamischen und strahlendem Sound – im besten Englisch. – Bravo!

Tambourkorps und Blasorchester Drevenack beschließen den ersten Teil des Pfingstkonzerts mit dem Marsch „In die weite Welt“ von Robert Gustav Gnauck.

Danach spielt das Blasorchester und der Leitung von Stefan Hutmacher flott auf. Eine gute Stunde zeigt das Blasorchester seine musikalische Reife und spielt überwiegend im Bigband Sound bekannte Filmmusiken und Evergreens zur Freude des Publikums. – Klasse!

In der Zwischenzeit ist es 14:30 Uhr geworden und ein wunderschönes 3 1/2 stündiges Livekonzert mit handgemachter Musik der Drevenacker Chöre und Musikgruppen mit Kaffee und Kuchen sowie allerlei Köstlichkeiten vom Grill und aus der Salatbar geht bei bestem Wetter langsam zu Ende.

Die Beschallungstechik sommer-sound spielt von der Konserve zum Ausklang und Abspann dezente Musik. Dann kommt plötzlich während der Aufräumarbeiten das Servicepersonal vom 2nd Home und Posaunenchor noch mal richtig in Schwung, gibt noch mal richtig Gas und will mehr …

Fazit: „Ein schöner Tag und ein gelunges Pfingstkonzert … “

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