Kirchentag Dresden 2011

Danke Dresden

Kirchentag heißt: spannende Diskussionen, spirituelle Höhepunkte, einen Austausch zwischen den Konfessionen und Religionen, gute Musik und vieles mehr.

Die Veranstaltungen des Kirchentages sind so vielfältig wie das religiöse und gesellschaftliche Leben: Sie greifen soziale, ethische und politische Themen auf. Stellen Fragen nach der gerechten Gestaltung einer globalisierten Welt, der Bewahrung der Schöpfung und der Würde des Menschen. Sie führen Gespräche über Theologie und Spiritualität.

Ob kleine Meditation oder große Open-Air-Bühne, Gottesdienste, Gebete und Bibelauslegungen, Konzerte aller Musikrichtungen, Theater und Comedy, Ausstellungen, Diskussionsforen oder Markt der Möglichkeiten – Kirchentag bedeutet: Fünf Tage volles Programm in rund 2500 Veranstaltungen – von der Eröffnung am Mittwoch bis zum Schlussgottesdienst am Sonntag.

Quelle: www.kirchentag.de

Posaunenchor Drevenack beim Kirchentag in Dresden

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Teilnehmer und Mitwirkende

Wir waren gleichzeitig als Teilnehmer und Mitwirkende dabei, sind mit dem Zug einen Tag früher angereist und einen Tag länger geblieben. Durften viel erleben und erfahren, haben tiefe Eindrücke mitgenommen und sagen Danke Dresden! Schauen Sie auch in unsere Fotogalerie zum Kirchentag Dresden 2011.

Nachstehend der Bericht unserer Chorleiterin:

Zur Einstimmung machen wir eine Dampferfahrt auf der Elbe bis zum „Blauen Wunder“. Am späten Nachmittag begeben wir uns mit Instrumenten Richtung Elbufer zur Probe für den Eröffnungsgottesdienst. Kontinuierlich schieben sich Menschenmengen über die Brücken und füllen das Königsufer. 70.000 sollen es gewesen sein, die am größten der 3 Eröffnungsgottesdienste teilgenommen haben. Der sächsische Landesbischof Jochen Bohl warnt in seiner Ansprache vor der unermüdlichen Jagd nach Geld und einer „Geiz-ist-geil-Mentalität“. Irdische Schätze seien vergänglich; das rastlose Streben danach habe in die weltweite Finanzkrise geführt. Jesus Christus fordere dazu auf „himmlische Schätze“ zu sammeln, etwa durch Nächstenliebe. Bohl spielt damit auf das Leitwort des Kirchentages an, das ein Spruch aus der Bergpredigt Jesu zitiert: „Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“ – und schon sind wir beim Thema Musik angekommen. Der Klavierkabarettist Bode Wartke übt mit uns den Mottosong des 33. DEKT ein und trägt uns noch einige zusätzliche flockig-lockere und freche Verse vor, die natürlich nicht im Liederbuch stehen, so dass schlagartig diese Mischung aus Leichtigkeit und Fröhlichkeit aufkommt. Als Katrin Göring- Eckardt den Kirchentag für eröffnet erklärt, ziehen schlagartig die Wolken ab, die die Sonne bis dahin verdeckt hatten, und wir alle spüren eine gewisse „Gottesnähe“.

Zum Abend der Begegnung schlendern wir nun Richtung Frauenkirche und lassen uns vor einer der zahlreichen Gaststätten nieder, denn Essen und Trinken hält ja bekanntlich Leib und Seele zusammen. Wie sich herausstellt, ein echter Glückstreffer. Nicht nur Luther schaut vom Denkmal auf uns herab, sondern mit Trachten und Blaskapellen ziehen ca. 350 Bergleute aus dem Erzgebirge in die Altstadt ein. Anschließend schallt es von der Altmarktbühne rüber. Dort geben die Prinzen ihr „Best-of-Konzert“. Der erste Abend des Kirchentages klingt aus an den Ufern der Elbe, wo mehr als 100.000 Lichter entzündet werden und tausende Kerzen auf dem Fluss schwimmen. Jetzt summen alle Besucher gemeinsam den Ton „a“ und stimmen damit ein 15-minütiges Chorwerk des Komponisten Sven Helbig an.

Den Himmelfahrtstag verbringen wir im Rudolf-Harbig-Stadion, beginnend mit einer Bibelarbeit zum Mitblasen, gefolgt von der Bläserprobe für den Schlussgottesdienst und nach einer ausgedehnten Mittagspause wirken wir noch beim Himmelfahrts-GD mit und genießen noch ein bisschen die Stadionatmosphäre.

Am Freitag absolvieren wir mit unserem Projektchor Niederrhein zwei Standmusiken auf dem Schlesischen Platz und vor dem Schauspielhaus. Zwischendurch bleibt noch Zeit für den Besuch des Gospelkonzertes „Deep in my Heart“ mit der Gruppe „Brillantes Blech Hannover“. Diese Formation incl. Sängerin und Pianist macht ihrem Name alle Ehre. Wir dürfen einige Lieder mitsingen und laden unsere Batterien so richtig auf. Gegen Abend fahren wir mit Instrumenten Richtung Messegelände zum musikalischen Feierabendmahl. Auf der Bühne stehen für uns Rheinländer bekannte Gesichter wie unser ehemaliger Landesposaunenwart Matthias Nagel und unser Landesobmann Friedemann Schmidt-Eggert. Diese beiden wissen wie Bläser- und Sängerherzen ticken, was sich in der phantastischen Auswahl der Musikstücke wiederspiegelt. Sie sorgen auch wieder für diese ansteckende Heiterkeit und Leichtigkeit indem sie uns den 4. Vers vom Lied „Kommt mit Gaben und Lobgesang“ pfeifen lassen. Nach dem Abendmahl – es gibt reichlich Fladenbrot, Saft, Nüsse und Rosinen – dürfen wir alle a-cappella singen, und zwar den 5-stimmigen Satz von Camille Saint-Saens „Lobsinget Gott“. Dieses Chorwerk ist uns wirklich gut gelungen. Unser voluminöser Gesang füllte die Messehalle bis unters Dach und darüber hinaus, so dass wir wieder dieses Gänsehautgefühl bekommen. Dann fährt Schmidt-Eggert mit dem 6. Teil seiner Predigt fort und sagt in schönstem Kölschen Dialekt: „So, nu habt ihr alle Rosinen im Kopp“ – was in jeder Beziehung stimmte.

Zum unvergesslichen Erlebnis wird die Bläserserenade auf der Freitreppe und am Fuß der Brühlschen Terrasse unter dem Motto „Abend ward, bald kommt die Nacht“. Hier musizieren wir zusammen mit ca. 3.000 Bläsern sowie der Semper-House-Band und Gunther Emmerlich als Sänger und Moderator. Beim berühmten „Flächengold“ sitzen und stehen Bläser und Zuhörer so dicht gedrängt, dass wirklich keiner umfallen kann.

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Impressionen vom Kirchentags-B(T)iergarten

Matthäus 6 Vers 26

Seht die Vögel unter dem Himmel an; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?

Kirchentag in Zahlen:

• 6.151 Bläser in 527 Gruppen
• 3472 Sänger in 155 Gruppen
• Teilnehmer aus dem Rheinland: 13.474
• 340.000 Brötchen
• 204 kg Bio-Nuss-Nougat-Creme
• Kaltgetränke für Mitarbeitende 244.800 Flaschen = 122.400 Liter = 990 Badewannen
• 2.350 Veranstaltungen

Fotos

Kirchentag Dresden 2011

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